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Diego – ein ehemaliger Laborhund erzählt uns von sich:
Ich heisse Diego (genannt nach dem berühmten mexikanischen Maler Diego Rivera,Ehemann von Frida Kahlo,mein Frauchen sagt, der war auch so ein „verrückter Kerl“ wie ich).Mir gefällt mein Name sehr gut, denn im Labor hatte ich nur eine Nummer.
Als ich ein Jahr wurde, hat man mich aus dem Labor entlassen und die liebe Familie Schwemmer aus Oberasbach hat mich und meine Kumpels abgeholt. Und dann ging es los. Wir saßen alle in kleinen „Käfigen“ und waren gespannt was passiert und was nun wird. Die Schwemmers waren so lieb zu uns, daß wir keine Angst hatten. Am Ende der Reise hielten wir an einem Haus, eine Frau kam raus, strahlend,(es war mein jetziges heissgeliebtes Frauchen)Frau Schwemmer fragte: „Wollen sie einen ruhigen oder einen lebhaften?“ Die Frau sah zu mir herein und ich habe ganz schnell ein superbraves Gesicht gemacht. Sie sagte: einen ruhigen bitte! und zeigte auf mich.
Das war also mein neues Zuhause. Der große Garten mit Blumen, allerlei Tieren, man nennt sie Vögel und zwei Katzen Schneeflocke und Pablo. Und das Schönste: ein neuer Kumpel. Gabriel, ein wuschliger, manchmal etwas knurriger Terriermischling. Aber wir haben uns bald angefreundet und unser Herrchen, der sogar eher von der Arbeit kam, hat einen wunderschöner Schnupperspaziergang mit uns gemacht. Da wußte ich. Hier will ich bleiben!
Ich mußte mich erst daran gewöhnen, daß meine Menschen sich über viele Dinge aufgeregt haben und immer NEIN !!schreien wenn ich ihre Pantoffeln abschleppte, mir Kuchen vom Tisch holte, ihre Socken zerknabberte. Sie haben mich in die Hundeschule gebracht und ich mußte vieles lernen, obwohl ich lieber mit den anderen Hunde rumgetobt hätte. Die Trainerin sagte immer: Das wird ein hartes Stück Arbeit. Keine Ahnung was sie damit meinte.
Wir haben uns arrangiert und jetzt sagen sie immer, ich sei ihr ein und alles. Mein Freund Gabriel ist jetzt im Regenbogenland und wir vermissen ihn alle sehr. Beim Spaziergang treffe ich viele andere Hunde z.T. auch ehemalige Laborbeagles, den Benni, die Bonni, den Sammy, den Nestor, den Neptun. Das macht richtig Spaß.
Mein Frauchen malt gerne und hat einen Malkreis. Da kommen immer die Inge und die Aenne. Sie sind sehr nett, aber auch sie rufen immer NEIN!!!!!! Wenn ich ihre Pinsel verschleppe oder anknabbere. Aber sie sagen auch „ach, ist der oadlig“, das heißt hier im fränkischen so etwa: das ist ein toller Kerl. Dafür dürfen sie dann meine samtweichen Ohren streicheln.
Nur wenn sie anfangen ich soll stillhalten weil sie sehen wollen „wie so eine Beaglenase,oder Schnauze oder ..oder aussieht“, dann bin ich mal weg..!
So, nun muß ich wieder mein Gartenkontrollgang machen, denn der Kater Max von unseren Nachbarn traut sich in letzter Zeit öfters mal hierher. da muß ich für Ordnung sorgen.
Also dann, tschüß. Grüßt mir alle Beaglefreunde
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