Ronja

 

 

 

 

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Ingo

Juli 2010

Hallo, liebe Beagelgemeinde, Zweibeiner und Vierbeiner. Ich bin`s Ingo der Wächter. Mein Frauchen ist momentan ziemlich schlecht auf mich zu sprechen.

Versteh einer die Menschen. Also, bei uns wird renoviert. Den ganzen Tag fremde Menschen im Haus und nicht nur das, überall stehen Sachen rum, im Hof , in der Scheune. Ein Dreck und ein Lärm, Ihr stellt Euch das nicht vor. Da muß man doch aufpassen und alles gründlich inspizieren und gegebenenfalls makieren, auf deutsch, anpinkeln. Ich versteh` nicht warum mein Frauchen dann ausrastet. Ihr müßtet mal hören mit welchen Namen die mich dann belegt. Unglaublich sag ich Euch. Blöder Köter ist da noch harmlos. Das Schlimme ist, Ole der Schleimer beteiligt sich an der Bewachung kein bißchen. Der meldet kurz wenn jemand kommt und dann liegt er irgendwo rum und döst vor sich hin. Ich versteh das nicht. Auch wenn ein Handwerker das zehnte Mal über den Hof geht, ich belle wie verrückt. Die Zweibeiner haben doch sonst gar keinen Respekt vor einem gestandenen Beagle. Letzte Woche hab ich einen dieser Typen sogar ein bißchen in die Wade gezwickt. Mir war langweilig, die Spaziergänge fallen auch kürzer aus, angeblich zu viel zu tun, ich wollte nur spielen, echt. Ihr hättet mal mein Frauchen sehen sollen, ich dachte die vergißt sich. Jetzt werde ich manchmal angeleint wenn so viele fremde Menschen auf dem Hof sind. Mein Frauchen sagt das macht mich nervös, was immer das ist. Unter uns, ich bin froh dass sie so verliebt in mich ist und nach ihren Anfällen immer eine Begründung für mein Verhalten findet. Nächste Woche soll wieder Ruhe einkehren, hoffentlich, am Samstag bekommen wir nämlich Zuwachs, ein Kätzchen.
Pip,pip pip...dann haben wir uns alle wieder lieb.... Ich wünsch Euch einen schönen, spannenden Sommer... Ingo, der Wächter.

 

Mai 2010

Liebe Frau Schwemmer, lieber Herr Schwemmer, Frühlingszeit,
Reisezeit....Wir haben es gewagt und sind mit den "Jungs" in ein Hotel gegangen. Nachdem unser erster Urlaub mit Ingo, wir hatten über Sylvester ein Häuschen fernab von allem Trubel gemietet, ein voller Erfolg war, haben wir uns jetzt an einen Hotelaufenthalt gewagt. Am letzen Wochenende sind wir in ein hundefreundliches Wellness-Hotel in die Rhön gefahren. Obwohl ich mir möglicherweise nur einbilde zu wissen was mein Hund empfindet glaube ich, Ingo sieht das so......

 

Liebe Beagle-Gemeinde, Klaus, unser Futter-Beschaffer und unser Frauchen wollten sich unbedingt ein paar Tage verwöhnen lassen. Da wir hier niemanden haben dem sie uns anvertrauen würden und Mutter Käthe in Aachen wohnt, da lohnt sich die Anreise nicht für einen Kurztipp, mußten wir Vierbeiner mit. Unter uns gesagt, sie fühlen sich ohne uns auch nicht wirklich wohl. Also, Klaus hat ein Hotel gesucht in dem auch wir, Ole und ich, willkommen waren und letzten Freitag ging es los. Ich sag Euch, ganz schön aufregend. Wir wurden gebürstet auf Teufel komm raus, Schlafdecken und Futternäpfe verstaut und los ging es. An das Autofahren hab ich mich inzwischen gewöhnt, es wird mir auch nicht mehr schlecht aber froh, wenn ich wieder aussteigen kann, bin ich immer noch. Ich hab mich benommen als sei "Reisen" für mich das Normalste der Welt. Echt wahr. Zugegeben, in den Fahrstuhl wollte ich erst nicht. Klaus ist mit mir durch das Treppenhaus gegangen aber am nächsten Tag hab ich es schon gewagt. Der Arme hat immer so geschnauft wenn wir oben ankamen und er sollte sich ja erholen. Die Zwei haben sich auch erholt aber sie haben auch Rücksicht auf uns genommen. Wir mußten nicht allein in dem fremden Zimmer bleiben (ich glaub da hätte ich mich auch gegruselt). Wenn sie uns nicht mitnehmen konnten (Wellness, was immer das sein mag, ist wohl nichts für Hunde) haben sie uns in unser Auto gebracht. Da haben wir Platz, fühlen uns wohl und zum Ausgleich gibt es immer einen extra langen Spaziergang. Am Abend durften wir sogar mit in die Bar und ich sag Euch, wir waren die Stars. Also, wenn Eure Menschen Reisepläne schmieden, macht ihnen klar, dass ihr mit wollt. Urlaub ist echt super. Und, seid sicher, ohne Euch fühlen die sich sowieso nicht wirklich wohl.

Es grüßt Euch Ingo

21.Dezember 2009

Liebes Team der Intressengemeinschaft " Tiere in Not"

Ingo dem "Vielgeliebten" geht es gut. Abgesehen von gelegentlichen Angstattacken, wenn zum Beispiel eine Tasche auf der Treppe steht die sonst nicht da stand, Krippenfigurenkartons mitten im Lesezimmer, ein neuer Holzkorb, der viel größer ist als des alte, ist er inzwischen ein ganz fröhlicher, verschmuster, selbstbewußter Hund.........

Witzigerweise beziehen sich seine Ängste immer nur auf Gegenstände, nicht auf Menschen. Wenn Besucher kommen muß man ihn von allzu aufdringlichen Sympathiebezeugungen abhalten, selbst der Schornsteinfeger, der vor einigen Tagen die Kaminöfen kontrolliert hat, mußte vor ihm beschützt werden.

Draußen benimmt er sich wie ein ganz normaler, mehr oder weniger gehorsamer Hund. Wir haben noch einen Hund der in unbekanntem Gelände immer Kontakt hält, damit seine Menschen nicht verloren gehen. Nicht so Ingo. Wenn ihn etwas intressiert und man ihn nicht rechtzeitig zum "dableiben" auffordert kann es schon mal sein, dass er eine Weile seinen Neigungen nachgeht und nicht darauf achtet ob sein "Rudel" noch da ist. Irgendwann, wenn es ihm beliebt, kommt er abgehetzt und kein bißchen schuldbewußt zurück. Ich bin oft unglaublich aufgebracht, besonders wenn ich in Eile bin und er uns schon mal ein "halbes Stündchen" warten läßt. Es gelingt ihm immer mich "runter" zu holen wenn er fröhlich mit wehenden Schlappohren zurück kommt. Ingo, der "Vielgeliebte"

Über Weihnachten werden wir zum ersten mal mit unseren Hunden verreisen. Das heißt, eine längere Autofahrt, die Ingo immer noch nicht ganz geheuer ist, und eine völlig fremde Umgebung. Wir sind sehr gespannt.

Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gutes Neues Jahr.

 

Heidemarie Friedewal

6. November 2008

Die ersten 100 Tage sind geschafft. Ingo, der Mutige, der Panische, der Draufgänger, der Anschmiegsame, der Rüpel, das Schlitzohr.Als wir uns entschlossen haben einen Laborbeagle aufzunehmen wussten wir nicht wirklich was auf uns zukam und das war auch gut so. Ich glaube je unvoreingenommener, um nicht zu sagen blauäugiger man an so ein Abenteuer heran geht ,um so besser ist es.

Ich lebe seit langem mit Hunden, vorwiegend mit Bobtails. Hunde dieser Rasse sind leicht erziehbar, gelassen, ausgeglichen und sehr verträglich. Nachdem eine unserer Bobtailhündinnen im vergangenem Jahr in den "Hundehimmel" kam und ihre Schwester auch schon 13 Jahre alt war, haben wir uns entschlossen wieder einen jungen Hund zu nehmen. Es sollte ein Hund aus dem Tierheim sein. So kam der "schlechte Laune weg Knusperer" Ole zu uns. klein aber fein, ein echter Glückstreffer. Um seine gute Laune noch zu steigern habe ich ihm einen Kumpel versprochen. Wir lasen einen Artikel über Laborbeagle und die Dinge nahmen ihren Lauf.

Die neue Liebe heißt Ingo. Ich will nichts beschönigen. Es ist eine echte Herausforderung einen solchen Hund zu sozialisieren und ihm ein normales Hundeleben zu ermöglichen. Geduld ist das Zauberwort. Ingo hat sich, nicht zuletzt mit Hilfe der anderen Tiere, mit uns leben auch noch zwei Katzen, schnell eingelebt. Sobald er außerhalb des Hauses ist, auf dem Hof oder bei Spaziergängen im Feld, benimmt er sich wie ein ganz normaler Hund. Er ist fröhlich, neugierig, aufgeschlossen bei Mensch und Hund, manchmal sogar rüpelhaft und "ziemlich" gehorsam. Kurz gesagt, er freut sich des Lebens. Er liebt Spaziergänge und rumtollen im Feld. Beim Spiel mit anderen Hunden erweist er sich als freundlich, sozial und mutig. Ganz anders wenn er im Haus ist. Freiwillig, das heißt ohne meine Hilfe , betritt er das Haus nicht. Er möchte gerne aber er traut sich nicht. Ist er drinnen und die Aufregung hat sich gelegt, entspannt er sich. Ein ungewohntes Geräusch oder eine schnelle Bewegung können ihn jederzeit aus der Fassung bringen. Inzwischen vertraut er mir völlig und ich kann ihn schnell "runter" holen. Bei meinem Mann sieht das anders
aus. Draußen, wie gesagt, geachtet und geliebt, bringt ihn die Anwesenheit von Klaus im Haus in "hab acht Stellung" und gelegentlich auch in Panik. Für "Herrchen" schwer zu ertragen. Unser Fazit nach 100 Tagen....Ein toller Hund, eine Bereicherung für unser Leben und die Sicherheit, dass nach 1000 Tagen alle Probleme Vergangenheit sind.Liebe Frau Schwemmer, lieber Herr Schwemmer, ich gestehe, es gab Zeiten, speziell nach meinem Unfall, da habe ich mich nach einem gemütlichen Leben nur mit meiner Klara gesehnt. Aber...jeden Tag wenn ich mit den "Jungs" durch die Felder laufe, ist klar, wir haben alles richtig gemacht.

Herzliche Grüße aus Oberscheinfeld. Heidemarie Friedewald

 

23.September 2008

Liebe Artgenossen und Beaglefreunde,

Zwei Monate bin ich jetzt in meinem neuen Zuhause- Zeit für eine Bilanz.Mein Frauchen sagt, sie ist stolz auf mich. Ich will ehrlich sein, leicht ist es mit mir nicht und manchmal ist sie genervt. Meine Stimmung wechselt unvermittelt. Ich bin fröhlich, ich tobe wie wild, ich bin neugierig und Ihr müßtet mich mal hüpfen sehen wenn es ins Feld geht. Mein Frauchen findet mich mutig, selbstbewußt und klug. Neulich sind
wir beim Spaziergang an einen Bach gekommen. Ein Steg führte auf die andere Seite. Ich habe mich geweigert da rüber zu gehen. Fast wären wir den ganzen Weg zurück gegangen. Während wir noch unschlüssig da standen hatte ich DIE Idee. Ich hab mein Hasenherz in die Hand genommen und bin durch den Bach gestapft. Super was? Frauchen hat gestrahlt und mich wie verrückt gelobt.

Aber dann...Ich bepinkel mich vor Angst und, im Ernst, manchmal weiß ich nicht warum. Ich bin auf der Flucht, laß mich nicht anfassen und möchte doch ganz nah bei meinem Rudel sein. Frauchen tut dann so als sei alles in Ordnung und nach einer Weile beruhige ich mich wieder. Sie sagt, das wird schon und wenn ich wieder ganz entspannt bin und gestreichelt werden will nennt sie mich Ingo Eisenherz. Das macht mich froh

        Ich grüße euch, Ingo

P.S. Grüße an Familie Schwemmer aus Oberscheinfel

 

30.August 2008

Liebe Artgenossen und Beaglefreunde, seid herzlich gegrüßt von Ingo.

Vier Wochen bin ich jetzt in meiner neuen Familie. Seit meiner letzten Mail ist schon wieder viel passiert aber ihr könnt beruhigt sein .Heute will ich Euch nicht von meinen Fortschritten berichten, sonst denkt Ihr noch, ich will protzen….Nur so viel, manchmal, um ehrlich zu sein, immer öfter, nennt mein Frauchen mich statt Ingo „Hasenherz“ Ingo „Eisenherz“. Echt wahr…Jetzt zu meiner heutigen Geschichte. Mein Frauchen hat eine Vorliebe für große Hunde. Dass wir kleinen Kerle bei ihr wohnen dürfen ist der Überlegung zu verdanken: wir sind einfach leichter zu händeln. Außerdem meint sie, mit zunehmendem Alter steht man nicht mehr so sicher und wenn ein großer Hund rempelt, kann es leicht zum Sturz kommen, meint mein Frauchen.
Also, wir sind durch die Felder gelaufen. Das heißt, sie ist spaziert und wir haben getobt. Ole und ich. Frauchen sagt, man könnte meinen ein Pony kommt, wenn ich richtig aufdrehe.
Aufdrehen ist das Stichwort. Wir, Ole und ich, haben nicht mehr nach links oder rechts geschaut. Jeder wollte der Schnellste sein. Wir waren Kopf an Kopf. Der Ole ist auch ganz schön schnell und dann…. Wir konnten nicht mehr bremsen. Volle Pulle auf Frauchen zugerast, von hinten. Wir haben ihr sozusagen die Beine unter dem Hintern weggezogen. Ich sag` Euch, wir waren mindestens so erschrocken wie sie. Ein Bild für die Götter: Frauchen wie ein Maikäfer auf dem Rücken und wir erstarrt. Eins muss man ihr lassen, Sinn für Situationskomik hat sie. Als sie anfing zu lachen wussten wir, sie ist nicht verletzt und wir haben sofort begonnen sie zum Trost gründlich abzuschlecken.Die Moral von der Geschicht … Trau auch kleinen Hunden nicht.

Bis bald, es grüßt Euch Ingo (Eisenherz)
PS. Mein Frauchen lässt herzliche Grüße an die „Schwemmers“ ausrichten.

 

23. August 2008

Liebe Artgenossen und Beaglefreunde, kein Witz, heute melde ich mich persönlich.

Seit 24 Tagen wohne ich in Oberscheinfeld, heiße Ingo und meine Menschen haben bei der Namensgebung Sekt getrunken und das Taufe genannt. Heute ist mein erster Geburtstag. Gefeiert haben wir schon gestern, mein Frauchen hatte sich um einen Tag vertan. Die ist so mit mir beschäftigt, da verwechselt sie schon die Daten. Mir war`s schnuppe, vielleicht feiern wir heute noch einmal....Gestern hatten die Nachbarskinder eine Krone für mich gebastelt und eine für mein Frauchen, weil sie mich genommen hat. Herrchen fand „eigentlich sei das Rudel groß genug, aber er kann ihr nichts abschlagen.“ Sie mußte ihre Krone aufsetzen, ich nicht! Ich fürchte mich noch vor allem Neuen. Außerdem ist das ohnehin "Menschenkram". Es gab Johannisbeermuffins, leider nur für die Menschen. Aber ich durfte mit meinen Kumpel Ole und allen Kindern im Bach tollen, prima sag` ich Euch.
Zurück zum Anfang. Am Donnerstag, den 31. Juli haben Herr und Frau Schwemmer mich nach Oberscheinfeld gebracht. Meine Menschen, Heidi und Klaus, haben mich schon sehnsüchtig erwartet, ja auch Klaus.
Ich war total fertig, wie Ihr Euch sicher denken könnt. Ein Wust von neuen Eindrücken. Ich sag Euch, ich hab mich bepinkelt vor lauter Angst. Meine Menschen haben mich erst mal in Ruhe gelassen und mich nur beobachtet. Zum Glück gehören zur Familie noch andere Tiere und die waren sehr freundlich zu mir. Da ist erst mal Klara. Sie ist eine große puschelige alte Hundedame, fast 14 Jahre und überaus freundlich. Sie liegt meistens ruhig an einem kühlen Plätzchen auf dem Hof oder in der Scheune. Wenn wir zwei allein draußen sind (Ole will immer da sein wo unsere Menschen sind und die gehen oft ins Haus) kuschel ich mich an Klara und ihr scheint das auch gut zu tun... Jetzt zu Ole. Der lebt schon ein Jahr in Oberscheinfeld. Unsere Menschen haben ihn aus dem Tierheim geholt. Er war sechs Monate alt und kam aus Kroatien. Kurz vorher war die Zwillingsschwester von Klara gestorben. Damit sie und unser Frauchen nicht trübsinnig wurden hat Klaus den Ole ausgesucht. Für mich ist das auch super. Der tobt und spielt mit mir, und dass ich mich so schnell hier eingelebt habe ist auch ihm zu verdanken. Wenn ich mich grusel schau ich auf ihn und das macht mir Mut. Er ist den ganzen Tag fröhlich und nur wenn ich ihn beim "Mäuse graben" störe oder nach dem Sofa schiele, auf dem er liegt, wird er sauer. Frauchen erlaubt aber keinen Streit und im Moment trau ich mich ohnehin noch nicht auf das Sofa aber.... ich sag Euch, meine Zeit wird kommen....und das Sofa ist groß....In unserer Familie leben noch zwei Katzen. Die haben zwar auch vier Beine und einen Schwanz aber sie sehen ganz anders aus als Hunde und sie benehmen sich auch anders. Sie tun so als wollten sie spielen aber wenn ich aufdrehe und meine dicke Pfote auf ihren Rücken lege werden sie frech. Mir scheint sie sind die eigentlichen die Herren auf dem Hof. Sie heißen Kaspar und Justus und trauen sich sogar unser Frauchen zu verscheißern. Sie liebt Katzen und
läßt ihnen manches durchgehen.Ich glaub ich komm jetzt mal zum Schluß sonst hab ich demnächst nichts mehr zu erzählen. Nur noch dies. Seit 12 Tagen darf ich frei laufen, natürlich nur in der Feldmark wo höchstens mal ein Trecker fährt, aber mein Frauchen vertraut mir ziemlich. Außerdem hatte sie Besuch von Mari, ich sag nur beim Spaziergang quatschen,quatschen,quatschen, da bleibt keine Zeit einen Hund der sich immer auf den Rücken schmeißt, zu überreden weiter zu gehen, das hat die "Damen" genervt. So kam´s das mein Frauchen sich getraut hat mich abzuleinen. Sie hat mir beigebracht sie im Auge zu behalten und hin zu rennen wenn sie mich ruft. (Ehrlich gesagt möchte ich mir auch nicht vorstellen wie es wäre sie zu verlieren). Sie lobt mich wie verrückt wenn ich angesaust komme. Ich hab gehört manche Menschen verteilen "Leckerli" wenn wir braaaav sind, das gibt es bei uns nicht.Aber bevor wir „ins Bett gehen“ gibt es Schmakos für alle, sogar für die Igel, die in unserem Garten wohnen.

Seid für heute herzlich gegrüßt von Euren Ingo

PS. Im Haus bin ich übrigens bis auf einige kleine "Ausrutscher" von Anfang an stubenrein.....kluger Hund....braaaaaav.......

PS. Mein Frauchen läßt Herrn und Frau Schwemmer herzlich grüßen

 

 

17. August 2008

Liebe Frau Schwemmer, lieber Herr Schwemmer, schon wieder zwei Wochen vergangen. Wochen voller Freude, Anstrengung lustiger Augenblicke und Augenblicke der Frustration.

Zunächst, unserem Rudel geht es gut, fast möchte ich sagen, sehr gut. Ich komme gerade von unserem Morgenspaziergang zurück, die ganze Bagage liegt im Innenhof und schlummert noch ein wenig und was das Beste ist, mein Mann kann wieder mal ausschlafen. Seit drei Tagen läuft Ingo unangeleint durch seine spannende Hundewelt. Ich hab es gewagt und auf mein Gefühl vertraut. Ich gebe zu, eine nicht einfache Entscheidung. Am Freitag bin ich mit meiner Schwägerin, die einige Tage bei uns verbracht hat, Ole und Ingo ,durch die Felder spaziert. Ich habe schon seit Anfang der Woche gelegentlich daran gedacht Ingo springen zu lassen aber mein Mann hat das strickt abgelehnt. Er ist der Vorsichtigere und Ängstlichere in unserem 'Rudel'. (Er findet, der Klügere). Da ich in den letzten zwei Wochen wenig anderes getan habe als Ingo zu beobachten war ich ziemlich sicher das er, wenn vielleicht nicht neben mir, er zumindest in der Nähe von Ole bleiben würde.

Ingo hatte immer wieder, bei aller vordergründigen Ängstlichkeit und Schreckhaftigkeit gezeigt, das ein selbstbewußter und mutiger Kerl in ihm steckt. Zum Beispiel hat er es immer wieder gewagt unsere alte Bobtailhündin zu bedrängen, nach ihrem Futter zu schielen und auf ihre liebevolle Gelassenheit und seine Schnelligkeit zu vertrauen. Außerdem hatte ich festgestellt, dass er häufig Blickkontakt zu mir aufnahm. Obwohl ich Momente der Frustration erlebt habe wenn ich schon dachte, jetzt habe ich ihn erobert und er plötzlich wieder voller Angst die Flucht ergriff, zeigte er, wie gern er in der Nähe seiner Menschen sein wollte, wenn er sich nur trauen würde....Erstaunlicherweise war er zeitweise völlig entspannt, ließ sich streicheln, bürsten und war ganz anschmiegsam um sich im nächsten Moment in 'Sicherheit' zu bringen. Wenn ich auch gelegentlich Gefühle von Frustration hatte, habe ich wieder 'bewußt' entdeckt was Mensch von Hund lernen kann.

Unser Leben ist mal wieder 'entschleunigt'. Wir schauen zu und oft ging mir das Herz auf. (Hört sich etwas blöde an, ist aber so). Zurück zum Feld. Mit Herzklopfen habe ich ihn abgeleint. Erkennen, 'ich bin frei' und losstürmen war eins. Lebensfreude pur.... Nachdem er eine Weile mit Ole getobt hatte habe ich ihn gerufen und, welche Erleichterung, er kam. Freudig wedelnd. Streicheleinheiten und Lob, ich halte nichts von Leckerli, abholen und wieder losstürmen. Plan 'B' konnte also vergessen werden. ( Plan 'B' wäre gewesen, Ole rufen, Ingo kommt dann praktischerweise auch, nach ihm grapschen und anleinen.)Sie ahnen sicher wie erleichtert und stolz  ich war, auf den klugen Ingo und ein wenig auch auf mich.Seitdem sind unsere Spaziergänge wieder die reine Freude. Kein frustrierter Ingo der mit Wucht in sein Geschirr rennt und sich auf den Rücken schmeißt und 'wenn ich nicht mit den Anderen rennen darf bleib ich hier liegen',denktEs fällt Ingo noch immer schwer, sich im Haus zu entspannen, obwohl auch das täglich ein wenig besser geht. Für die kommende Woche steht Auto fahren auf dem 'Lehrplan'. Ole liebt das und Ingo freut sich riesig wenn sein Kumpel von Fahrten mit 'Herrchen' zurück kommt.Unser Besuch ist gestern abgereist und wir legen einen 'entschleunigten' und wie es aussieht sonnigen Ruhetag ein. 
Herzliche Grüße  Heidemarie Friedewald

3. August 2008

Liebe Frau Schwemmer, lieber Herr Schwemmer, Zeit für einen kleinen Lagebericht.

Die beste Nachricht zuerst, Ingo geht es gut und dem Rest der 'Familie' geht es mit Ingo gut. Also, die letzten zwei Tage waren wesentlich entspannter als wir zu hoffen gewagt hatten. Den größten Anteil daran hat Ole. Abgesehen von kleinen Maßregelungen freut Ole sich, wie erwartet, über einen Gefährten und so wurde schon am ersten Tag fröhlich gespielt. Wir haben uns im Hintergrund gehalten und beobachtet. Am Abend war Ingo weitgehend entspannt, nahm Futter aus meiner Hand, durfte  die Katzen beschnuppern und hat sogar ein kleines Schläfchen gemacht. War ja auch ein anstrengender Tag.....Stressig wurde es für ihn als wir mit den Anderen spazieren wollten. Mein Mann hat ihn vor die Garage getragen und wir dachten, wenn ich mich mit den Zweien entferne, wird er auch ein Stück gehen wollen. Irrtum... Er blieb wie angeklebt stehen und von lösen war keine Rede. Also, zurück auf den schon etwas bekannten Hof und abwarten. Die nächste Hürde kam. ”In das fremde Haus gehe ich auf keinen Fall!”, dachte sich Ingo, “mein Entschluss steht fest!” Wir haben alle Register gezogen, nichts zu machen. Wie  gehabt, Ingo auf den Arm und ins Haus getragen. Das war dann der Moment der ihm richtig Angst gemacht hat. Ich nehme an der Fliesenboden hat ihn zusätzlich verunsichert. Trösten war nicht erwünscht, er wollte nur weg...

Die Nacht hat der Arme dann ziemlich unruhig verbracht, obwohl Ole anstandshalber auch in der Küche geschlafen hat.

Morgens, er hatte nicht eingemacht , das gleiche Spiel: Ingo schnappen, vor die Garage bringen und siehe da, zu ein paar Schritten und einem 'Bach' hat er sich überreden lassen. Als er wieder auf dem Hof war ging es ihm gut und wir haben einen relativ entspannten Tag verbracht. Mittags hat er sogar schon auf meinem Schoß gelegen und ein Nickerchen gemacht und sich abends von Freunden, die uns besucht haben, streicheln lassen.

Die zweite Nacht war schon gemütlicher, wenn man davon absieht, dass er auf keinen Fall einen Teppich oder gar einen Schlafkorb akzeptieren wollte. Ich bin einige Male runtergegangen und habe nach ihm geschaut und er hat sich schwanzwedelnd streicheln lasse. Bis zum Feld hat die Blase am Morgen nicht dicht gehalten und es gab den ersten 'See' in der Küche. Dafür ist er aber schon  mit uns spaziert. Ich mit Hunden und Katzen vorneweg und mein Mann und Ingo hinterher. So konnte alles , was noch zu erledigen war, erledigt werden. Nur, freiwillig geht er nicht ins Haus. Wenn er einmal drin ist hält sich die Angst aber in Grenzen. Heute, Sonntag, ein freudiger Ingo als wir uns zum spazieren rüsten. Ohne zureden geht es los. Die Küche ist sauber und trocken geblieben und der Tag läßt sich gut an. Bis auf...sonntags ist alles anders, da wollen die Menschen doch tatsächlich nach dem Spaziergang noch ein Stündchen ins Bett....”Nein, in das Haus geh ich nicht zurück!” denkt Ingo wieder. Also wieder die Nummer mit reintragen, unverschämt...Ole schläft inzwischen, ich sitze am Computer und bevor Klaus sich wieder ins Bett kuschelt will er noch kurz nach den empörten Ingo schauen. Mich erreicht der Zuruf: “Hast du den Ingo wieder rausgelassen?” - “Nein, der ist doch in der Küche!” Ist er nicht, Ingo hat offensichtlich herausgefunden wie die Tür zu öffnen ist und liegt, wie gewünscht, im Hof. Kluger Hund......Wir freuen uns auf einen schönen Sonntag, den ich auch Ihnen wünsche. Herzlichst    Heidemarie Friedewald